Ölbergfest 2018
Wann wollt Ihr feiern?

Auch wenn die WDR Lokalzeit schon den let­zten Sam­stag im Juni als Ölbergfest­ter­min bekan­nt gegeben hat. Es stimmt ein­fach nicht. Sel­ten fiel es uns so schw­er, einen passenden Ter­min für das Ölbergfest zu find­en. Dieses Jahr gibt es das erste Mal ein­wöchige Pfin­gst­fe­rien. Damit fall­en die Ter­mine 19. und 26. Mai definitv weg, denn wir möcht­en mit den Schulen zusam­men feiern. Der 2. Juni und 9. Juni kom­men wegen par­al­lel ver­anstal­teten Großereignis­sen (Bar­men live und Luisen­fest) nicht in Frage.

Bleiben also noch:

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Bitte stimme für die Ter­mine, die Dir gefall­en. Du kannst auch mehrere Ter­mine ankreuzen. Es geht uns um ein Mei­n­ungs­bild, dass uns bei ein­er Entschei­dungs­find­ung hil­ft. Die Entschei­dung wird dann im Vor­bere­itungskreis gefällt und kann vom Umfragergeb­nis abwe­ichen, denn es gibt noch viele andere Aspek­te, die zu ein­er Entschei­dung führen.

Wir sind ges­pan­nt auf Eure Mei­n­ung!

 

Dritter Stadtentwicklungssalon: „Schöner Wohnen für alle?“

Alle Stadt(entwicklungs)interessierten und Jene, die es gerne wer­den wollen, sind her­zlichst dazu ein­ge­laden der drit­ten Ver­anstal­tung der Rei­he »Stad­ten­twick­lungssa­lon« beizu­wohnen. Das Forum:Mirke lädt ein zum The­ma: »Schön­er Wohnen für alle?«
Wie kann Quartiersen­twick­lung ohne Ver­drän­gung funk­tion­ieren? — Eine Podi­ums­diskus­sion

Das Ver­anstal­tungs­for­mat »Stad­ten­twick­lungssa­lon» geht in die dritte Runde. Hier­mit laden wir alle Inter­essierten her­zlichst dazu ein, der Ver­anstal­tung beizu­wohnen und Teil ein­er angeregten Diskus­sion zu wer­den.
VertreterIn­nen aus Immo­bilien­wirtschaft, kom­mu­naler Ver­wal­tung und Stadt- und Raum­pla­nung tre­f­fen auf dem Podi­um auf einan­der.
Wie entwick­elt sich der Woh­nungs­markt im Mirk­er Quarti­er? Welche Möglichkeit­en gibt es für eine sozial ori­en­tierte Entwick­lung des Woh­nungsange­bots? Woher kom­men notwendi­ge Investi­tio­nen in die zum größten Teil denkmalgeschütze Bausub­stanz? Wie kann bezahlbar­er Wohn­raum erhal­ten bleiben?
Wann und wo? Am Mittwoch, der 29.11.2017, ab 19 Uhr || In Utopi­as­tadt, Warte­saal 3 (Mirk­er­str. 48, 42105 Wup­per­tal)
Wir sind ges­pan­nt auf eine inter­es­sante Podi­ums­diskus­sion, zu einem The­ma das uns alle früher oder später betr­e­f­fen wird, und freuen uns über die Anteil­nahme des Pub­likums.
Ein­ge­laden sind wie immer alle an Stad­ten­twick­lung Inter­essierten – auch aus anderen Städten!

Dieses For­mat soll dazu dienen, The­men­bere­iche bzw. The­men aus der Stad­ten­twick­lung in die öffentliche Debat­te zu brin­gen. Gemein­sam wollen wir damit eine nach­haltige, soziokul­turelle und sozioökonomis­che Entwick­lung des Mark­er Quartiers anstoßen und einen Impuls in Rich­tung ander­er Quartiere senden. Ziel ist eine proak­tive Stad­ten­twick­lung.
Dem Forum:Mirke ist es wichtig, dass Aus­sagen wie auch Per­spek­tiv­en für die Zukun­ft des Mirk­er Quartiers geäußert und in ein Ergeb­nis ein­fließen kön­nen.

Der Ver­anstal­ter “Forum:Mirke” ist ein Ort des Aus­tauschs. Alle zwei Monate tre­f­fen sich VertreterIn­nen lokaler Grup­pierun­gen und Organ­i­sa­tio­nen sowie engagierte Pri­vat­per­so­n­en, um sich gemein­sam an einen Tisch zu set­zen und sich über die vor­angeschrit­te­nen Entwick­lun­gen des Mirk­er Quartiers auszu­tauschen.
Entwick­elt wurde diese Stadt­teilkon­ferenz 2013 im Herzen des Mirk­er Quartiers, in »Utopi­as­tadt«, zur Qual­i­fizierung von The­men für die Fortschrei­bung des inte­gri­erten Hand­lung­spro­gramms. Im Sinne der Kom­mu­nika­tion, Ver­net­zung und Koop­er­a­tion im Quarti­er stärkt das F:M gemein­sam die soziale, kul­turelle, ökonomis­che und poli­tis­che Quartiersen­twick­lung. Es ist Anlauf­stelle für Gestalter*innen von urba­nen Räu­men und Beteili­gung­sprozessen vor Ort.

Fahrradgaragen für den Ölberg — Eure Stimme zählt

Abstim­mung läuft nur bis zum 5. Okto­ber!

Wir haben uns mit dem Pro­jekt „Fahrradgara­gen für den Ölberg“ im Rah­men des Bürg­er­bud­gets Wup­per­tal bewor­ben. Wir sind mit dem Pro­jekt unter die Final­is­ten gekom­men. Sog­ar die Stadtver­wal­tung hat eine pos­i­tive Stel­lung­nahme zur Real­isier­barkeit abgegeben. Jet­zt brauchen wir Eure Unter­stützung in Form Eures Vot­ings für das Pro­jekt auf der Plat­tform www.buergerbudget.wuppertal.de Nur die Pro­jek­te mit den meis­ten Stim­men wer­den umge­set­zt. Bitte log­gt Euch dort ein und stimmt ab. Auch wenn es ein wenig kom­pliziert ist. Eure Stimme ist auch gle­ichzeit­ig eine Stimme, um die aut­ofreie Mobil­ität auf dem Berg zu stärken.

Der Berg liest 1. Oktober 2017 — Das Programm

Das schräge Bild eines Wohnz­im­mer kürt das Plakat für die 4. Aus­gabe von “Der Berg liest – Lese­fes­ti­val Nord­stadt Elber­feld”. Wie sieht Dein Wohnz­im­mer aus? Wir wer­den sehn: unter den 203 Leseter­mi­nen an 60 Lese­orten sind auch wieder so einige in pri­vat­en Gemäch­ern, im kleinem nach­barschaftlichen Rah­men.

Worum geht’s? Nach­barn und Nach­barin­nen lesen ihre Liebling­s­texte vor – dort, wo es ihnen gefällt: im eige­nen Wohnz­im­mer, in der Küche, im Trep­pen­haus, auf dem Dachbo­den, in ein­er Tele­fonzelle oder sog­ar im Auto. Gele­sen wird am Arbeit­splatz, im Klassen­z­im­mer, im Laden­lokal, in der Kneipe. Fast alles ist möglich. Alles an einem Tag. Die Idee zu diesem Lese­fes­ti­val hat­te der Vere­in „Unternehmer/innen für die Nord­stadt e.V.“. Der Vere­in koor­diniert die Aktion und organ­isiert die Öffentlichkeit­sar­beit.

Das Pro­gramm kann » hier als PDF herun­terge­laden wer­den.
Auf unser­er » Google Map seht ihr auch, wo, welche Lesung stat­tfind­et.

Viel Spaß bei der lit­er­arischen Wan­derung über den Ölberg!

Kon­takt:
Unternehmer/innen für die Nord­stadt e.V, Uwe Peter, lesen[ät]nord-stadt.de, 0202–3702944

Reformation im Spiegel der Kirchenmusik

Dien­stag, 3. Okto­ber 2017
Evan­ge­lis­che Fried­hof­skirche an der Hochstraße

Mitwirk­ende: Wup­per­taler Kur­rende | Mäd­chenkur­rende Elber­feld | Kan­tor­ei Bar­men-Gemarke | Kan­tor­ei Dreik­lang e.V. | Vorchöre der Wup­per­taler Kur­rende | „Finken“ und „Col­ib­ris“ der Mäd­chenkur­rende Elber­feld | Kinder­chöre aus Wup­per­taler Gemein­den | Pro­jek­tchor aus Gemein­dechören des Kirchenkreis­es | Spell’88 Cro­nen­berg | Gospelchöre | Posaunen­chor Kater­n­berg | Posaunen­chor der Johanneskirche | Block­flöte­nensem­ble “Can­zoni per Flau­to”
Eine Ver­anstal­tung des Kirchenkreis­es Wup­per­tal in Koop­er­a­tion mit der Evan­ge­lis­chen Kirche im Rhein­land

14.00 Uhr Musikalis­che Begrüßung: Bläs­er
14.15 Uhr Offizielle Eröff­nung
14.30 Uhr Stunde der Gospelchöre
15.30 Uhr “Der falsche Rit­ter” Singspiel der Kinder­chöre von Andreas Han­tke
16.30 Uhr Sin­gen und Musizieren mit Gemein­dechören, Bläsern und Instru­mentalkreisen aus dem Kirchenkreis
17.30 Uhr Abschlusskonz­ert der Kan­tor­eien und Kur­ren­den
18.30 Uhr Ausklang im Gemein­de­haus bei einem Buf­fet und Getränken
Ein­tritt frei

Weit­ere Infos: www.evangelisch-wtal.de/index.php/aktuelle-meldungen-leser-1365/musikfest.html

Treffen “Mobilität am Ölberg”

Wir möcht­en euch zum näch­sten Tre­f­fen zu Fra­gen der “Mobil­ität am Ölberg” ein­laden.
Das Tre­f­fen wird am 13.09.17 um 19 Uhr im Luther­s­tift, Schus­ter­str. 15, Grünes Sitzungsz­im­mer stat­tfind­en.
Das Grüne Sitzungsz­im­mer find­et ihr im Hin­ter­haus im Keller auf der Ebene, wo sich auch die Küche des Luther­s­tifts befind­et.
Soll­tet ihr das nicht find­en oder ab 19:30 Uhr vor ver­schlosse­nen Türen ste­hen, ruft uns bitte an. [0170–3445545 oder 0160–99125972]
Gerne wür­den wir uns auch über weit­ere För­der­möglichkeit­en für weit­ere Pro­jek­te unter­hal­ten.
Mit­tler­weile kon­nten wir in der Öffentlichkeit schon etwas bewe­gen. Dazu zählt ein Leser­brief zu einem Kom­men­tar in der Wup­per­taler Rund­schau zur „Aut­ofreien Innen­stadt“.
Am 14.9. find­et in der Stadthalle die soge­nan­nte Wahlpar­ty zu den Pro­jek­ten des Bürg­er­bud­gets statt, wo wir uns mit den Fahrradgara­gen bewor­ben hat­ten.
www.wuppertal.de/buergerbeteiligung
www.facebook.com/Buergerbudget.Wuppertal
Diese „Wahlpar­ty“ ist der Startschuss für eine weit­ere Online-Abstim­mung zu den Pro­jek­ten. Wenn ihr also nicht sel­ber zu der „Wahlpar­ty“ kom­men kön­nt oder wollt, kön­ntet ihr zumin­d­est für unsere Fahrradgara­gen online voten – ab dem 14.9.. Die Verteilung über soziale Net­zw­erke hil­ft hier bes­timmt auch weit­er, dass wir zu unseren Fahrradgara­gen kom­men.
Wir wür­den uns freuen, wenn viele von euch kom­men und ihr auch weit­ere Freund*innen, Bekan­nte und Nachbar*innen mit­bringt.
Mehr Mate­r­i­al zu unseren Über­legun­gen find­et ihr hier: Mobil­ität­skonzept und Pro­tokoll vom Tre­f­fen 26.6.17

 

Der Berg liest am 1. Oktober 2017

Das schräge Bild eines Wohnz­im­mer kürt das Plakat für die 4. Aus­gabe von “Der Berg liest – Lese­fes­ti­val Nord­stadt Elber­feld”. Wie sieht Dein Wohnz­im­mer aus? Wir sind ges­pan­nt, denn wir hof­fen, dass auch Du dieses Mal dabei bist, wenn es am 1. Okto­ber wieder heißt: Der Berg liest. 2015 hat­te wir mehr als 200 Leseter­mine an über 70 Lese­orten, in einem Vier­tel.

Worum geht’s? Nach­barn und Nach­barin­nen lesen ihre Liebling­s­texte vor – dort, wo es ihnen gefällt: im eige­nen Wohnz­im­mer, in der Küche, im Trep­pen­haus, auf dem Dachbo­den, in ein­er Tele­fonzelle oder sog­ar im Auto. Gele­sen wird am Arbeit­splatz, im Klassen­z­im­mer, im Laden­lokal, in der Kneipe. Fast alles ist möglich. Alles an einem Tag. Die Idee zu diesem Lese­fes­ti­val hat­te der Vere­in „Unternehmer/innen für die Nord­stadt e.V.“. Der Vere­in koor­diniert die Aktion und organ­isiert die Öffentlichkeit­sar­beit.

Du bes­timmt den Ort, den Zeit­punkt und die Dauer Dein­er Lesung. Sag uns, was gele­sen wird, und auch, ob Du sel­ber liest oder jeman­den anderen gewin­nen kon­ntet. Nicht die Per­fek­tion gibt den Ton an, son­dern die Lust vorzustellen, was Du für lesenswert hälst. Nicht die Länge der Lesung zählt, auch nicht die Anzahl der Zuhör­er, son­dern allein, ob es Dir Spaß macht.

Der kom­plette Aufruf zur Aktion befind­et sich »hier.  Aufruf und Anmelde­for­mu­lar verteilen wir an alle Haushalte, kön­nen aber auch »hier herun­terge­laden wer­den.

Kon­takt: Uwe Peter, lesen@nord-stadt.de, 0202–3702944

 

Gospelchor rejoising in der Friedhofskirche

am 13.05.2017 um 19.00 Uhr

´rejoiS­ing´, das sind 40 junge Sän­gerin­nen und Sänger, die sich inzwis­chen auch über­re­gion­al einen Namen für mitreißende Gospel­musik gemacht haben. Dabei sind es vor allem die Freude am Sin­gen und die Begeis­terung, die den Funken zum Pub­likum über­sprin­gen lassen.

Schw­er­punkt in den Konz­erten ist die sog. con­tem­po­rary Gospel Musik, ein Mis­chung aus dem tra­di­tionellen Gospel, Soul, R’n’B, Funk bis hin zu HipHop, die mit Inter­pre­ten wie beispiel­sweise Kurt Carr, Kirk Franklyn oder Israel Houghton regelmäßig die Gren­zen zwis­chen kirch­lich­er und weltlich­er Musik über­windet. Dabei begeis­tert der Chor immer mit ein­er Mis­chung aus rock­i­gen Gospels und san­ften Bal­laden, aber auch tra­di­tionelle Spir­i­tu­als und aus­ge­feilte acapel­la-Stücke ste­hen auf dem Pro­gramm.

Immer wieder übernehmen Sän­gerin­nen und Sänger aus dem Chor dabei auch Soloparts, was der Musik noch ein­mal mehr Abwech­slung und Aus­druck ver­lei­ht. Chor­leit­er ist Mar­tin Fauck. Haupt­beru­flich Architekt und neben­bei Organ­ist in der evan­ge­lis­chen Kirchenge­meinde hat er schon früh seine Liebe zur Gospel­musik ent­deckt und leit­et den Chor seit nun über 20 Jahren. Dabei hat er als Pianist auch bere­its über­re­gion­al bekan­nte Gospelchöre begleit­et.

Neben Konz­erten in der Region Aachen hat sich rejoiS­ing auch über­re­gion­al einen Namen gemacht mit Auftrit­ten und Konz­erten u.a. in Bonn, Düs­sel­dorf, Mönchenglad­bach aber auch in Bel­gien, Lux­em­burg und Frankre­ich sowie beim Weltju­gend­tag und Kirchen­tag in Köln.

In der Fried­hof­skirche in Elber­feld präsen­tiert rejoiS­ing am 13.05.2017 um 19.00 Uhr das aktuelle Konz­ert­pro­gramm unter dem Titel „I´ll sing of Your love“. Neben schwungvollen Gospels kom­men dabei auch Auszüge des Glo­ria zur Auf­führung. Begleit­et wird rejoiS­ing dabei von ein­er einge­spiel­ten Band in der Beset­zung Schlagzeug, Bass­gi­tarre, E-Gitarre und Key­boards.

Unsere Nachbarn: Strangeville Records

In diesem Jahr wird die Schallplat­te 130 Jahre alt. Großar­tig, dass sich die mit der Erfind­ung der CD fast schon tot­geglaubte Tech­nik bis heute erhal­ten hat. Großar­tig auch, weil die Marien­straße genau deshalb um einen tollen Tre­ff­punkt reich­er ist: Im Okto­ber let­zten Jahres hat sich Ste­fan Müller in der Haus­num­mer 35 mit seinem kleinen, aber feinen Plat­ten­laden „Strangeville Records“ einen Jugend­traum erfüllt.

(Foto: Oliv­er Heise)

Ste­fan Müller ist 51 Jahre alt, Vater von zwei Kindern, hat lange als Krankenpfleger gear­beit­et und war in den let­zten Jahren als selb­ständi­ger Berater im Gesund­heitswe­sen unter­wegs. Mit Musik beschäftigt er sich, seit er jung ist, sam­melte Schallplat­ten, was das Zeug hält, so dass er inzwis­chen eine stat­tliche Samm­lung von rund 1.500 Plat­ten vorzeigen kann. „Ich habe Scheiben, die gehören zu meinem Leben, von denen weiß ich genau, in welch­er Lebenslage ich sie gekauft und gehört habe. Die werde ich mein ganzes Leben lang über­all mit hin­schlep­pen, selb­st wenn ich sie nie wieder hören werde“, erzählt er. Die Erfül­lung seines Traumes von einem eige­nen Plat­ten­laden war zeitlich und finanziell erst jet­zt möglich. Umso schön­er, dass er sich diesen Wun­sch auf dem Ölberg erfüllt hat, wo er, so sagt er, Men­schen tre­f­fen werde, die seine Lei­den­schaft teilen.

Im Sor­ti­ment von Strangeville Records find­en Kun­den Inter­es­santes aus den Bere­ichen Alter­na­tive, Indie, Rock, North­ern Soul und Blues. „Aber ich bin nicht fest­gelegt. Bestellen kann ich meinen Kun­den alles, was sie wollen. Und wenn ich merke, dass die Leute sich mehr Reg­gae oder Ska wün­schen, würde ich mein Sor­ti­ment dahinge­hend natür­lich erweit­ern.“

Ste­fan Müller passt gut auf den Wup­per­taler Ölberg, wo in den let­zten drei Jahren Design­er, Handw­erk­er und Kün­stler ihre Man­u­fak­turen und Ate­liers eröffnet haben und von Qual­ität, Handw­erk und Entschle­u­ni­gung sprechen, wenn sie begrün­den, warum sie mit ihren Läden raus aus der Stadt hoch auf den Berg gezo­gen sind. „Es gibt zwei Orte, an denen mein Laden funk­tion­ieren würde, das ist hier oben und unten im Luisen­vier­tel“, erk­lärt Ste­fan Müller. Für den Ölberg hat er sich entsch­ieden, weil das Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis bess­er war und er die erstaunliche Entwick­lung der Infra­struk­tur hier oben beobachtet hat. „Hier ziehen alle zusam­men daran, Kun­den auf den Berg zu kriegen. Das ist klasse. Und ja, auch Vinyl hat für mich etwas mit Entschle­u­ni­gung zu tun“, sagt er. „Wenn man Plat­te hören will, ist man gezwun­gen, sich bewusst Zeit zu nehmen.“

Die Schallplat­te hat in den let­zten zehn Jahren einen erstaunlichen Auf­schwung erlebt. Vinyl ist zwar immer­noch eine Nis­che, aber dass die Nach­frage in den näch­sten fünf bis zehn Jahren weit­er steigen wird, davon ist Ste­fan Müller genau wie andere Fach­händler überzeugt.

Man ver­tut sich, wenn man denkt, nur Nos­tal­gik­er kämen heute in die Plat­ten­lä­den und stöberten nach längst vergesse­nen Geheimtipps. „Zu mir kom­men unheim­lich viele junge Leute, 18-,19-Jährige, die ganz spezielle Scheiben kaufen oder ver­schenken wollen.“ Vielle­icht hat es etwas mit einem neuen Lifestyle zu tun, der Hap­tik, eben jen­er Entschle­u­ni­gung, die einen Kon­tra­punkt set­zen soll zur schnel­llebi­gen, hochtech­nisierten Zeit, der auch Teenag­er inzwis­chen ent­fliehen wollen. Dabei sind Schallplat­ten mit um die 20 Euro das Stück nicht ger­ade bil­lig, Musik strea­men oder aus dem Inter­net run­ter­laden jeden­falls ist wesentlich gün­stiger. Es gibt sog­ar Nach­pres­sun­gen, die noch viel teur­er sind, da kostet eine Schallplat­te gar 40, 50 oder sog­ar 60 Euro. Und dass das nicht unbe­d­ingt immer qual­i­ta­tiv hochw­er­tig gepresste Musik ist, weiß auch Ste­fan Müller: „Man erlebt das immer wieder, dass sog­ar extrem teure Scheiben min­der­w­er­tig pro­duziert sind.“ Die Nach­pres­sun­gen über­schwem­men derzeit den Schallplat­ten­markt, es gibt sie in Fachgeschäften genau­so zu kaufen, wie in bekan­nten Medi­en-Märk­ten und großen Kaufhäusern. „Aber das genau wollen meine Kun­den nicht“, ist sich Ste­fan Müller sich­er. „Zu mir kom­men Leute, die sich unter­hal­ten wollen, die Zeit mit­brin­gen und denen ich das bestelle, was es vielle­icht gar nicht mehr im Han­del gibt.“ Richtig toll sei es, so der Ladenbe­sitzer, wenn mehrere Leute zusam­men im Laden seien und anfin­gen, sich über Musik zu unter­hal­ten. „Dann wird es inter­es­sant“, schwärmt er, „weil dann passiert das, was ich hier haben will: gute Schallplat­ten, Aus­tausch mit Leuten, eine tolle Atmo­sphäre.“

Jen­nifer Abels