(M)EIN NEUER TAG — Fotoausstellung von Kindern mit Fluchtgeschichte

Fre­itag, 20. Jan­u­ar //15.30 Uhr //Galerie Hebe­bühne //Mirker Straße 62 //Wuppertal //

Die Ästhetik ihrer neuen Heimat Wup­per­tal fin­gen 13 Kinder mit Flucht­geschichte im Kul­tur­ruck­sack Herb­st 2016 mit ihren Schwarz-Weiß-Kam­eras ein.
Die 13 in dem Work­shop ent­stande­nen groß­for­mati­gen Bilder sind ab Fre­itag, dem 20. Jan­u­ar, in der Hebe­bühne an der Mirk­er Straße zu sehen.
Mit dem frischen Blick des Neuankömm­lings gin­gen die 10- bis 14-Jähri­gen zwei Wochen lang unter Anleitung der The­ater­ma­cherin und Musik­erin Nel­ly Köster und der Fotografin Car­o­line Schreer mit der Kam­era auf die Suche nach der Schön­heit im Alltäglichen.
Die Frage: „Wenn du einem Fre­und oder ein­er Fre­undin dein neues Leben zeigen woll­test, wie würde das ausse­hen?“ gaben die Work­shop-Lei­t­erin­nen ihnen mit auf die Ent­deck­ungs­tour. In kleinen Notizbüch­ern notierten die Kinder den Kon­text und erzählten im Anschluss in der Gruppe die Geschichte zu dem eige­nen Foto.
„Es geht uns darum, den Blick auf die kleinen Momente im Leben zu schär­fen. Die genaue Betra­ch­tung der Alltäglichkeit eröffnet sowohl dem Kün­stler, als auch dem Betra­chter einen inti­men Ein­blick in sub­jek­tiv emp­fun­dene Selb­stver­ständlichkeit­en, die unter dem Fokus des Objek­tivs, beson­ders wer­den und wom­öglich neue Schlüsse und Blick­winkel ermöglichen“, so Nel­ly Köster und Car­o­line Schreer. “Wir wollen den Ver­such wagen, die Jugendlichen zu bestärken, sich in ihrem „neuen“ Leben nach der Flucht auch als willkommene Gestal­ter, als aktive, ernst genommene Per­sön­lichkeit­en auf ein­er gesellschaftlichen Ebene wahrzunehmen. Sie sollen die Möglichkeit bekom­men, sich in der Öffentlichkeit selb­st­be­wusst zu präsen­tieren, indem sie ihre Arbeit­en mit anderen teilen”.
So präsen­tiert jedes der 13 Kinder bei der Vernissage am Fre­itag, 20. Jan­u­ar, um 15.30 Uhr per­sön­lich sein groß­for­matiges Bild in der Galerie Hebe­bühne.
Die Ausstel­lung bein­hal­tet zudem einen kurze Doku­men­tarfilm der Wup­per­taler Filmemacherin Kim Mün­ster und eine Fotodoku­men­ta­tion des Pro­jek­tes von Car­o­line Schreer. Die Exponate sind eine Woche lang zu sehen. Der Ein­tritt ist frei!

Das dem Kul­tur­ruck­sack Wup­per­tal angegliederte Pro­jekt des Kün­stler­net­zw­erkes CANTINA PUBLICA wurde in Koop­er­a­tion mit der Helmholtz Realschule und mit Unter­stützung des Ölberg­fonds, der Fir­ma Vor­w­erk und der Druck­erei B.R.O.T. real­isiert.