"Mach meinen Kumpel nicht an" - so lautete vor Jahren ein Slogan zur Integration. Auf ein ähnliches Konzept setzt die Aktion "Erlebnisse statt Gewalt": Zehn Schulen aus der Nordstadt setzen auf gemeinsame Unternehmungen, um Aggressionen unter den Schülern verschiedener Schulen vorzubeugen.
Seit sechzehn Jahren läuft das Projekt, das vom Arbeitskreis Nordstadt angestoßen wurde und aus Projektmitteln der Stadt finanziert wird. Dabei setzen die Initiatoren mit Erfolg auf Freiwilligkeit: Wer ein Mal im Schuljahr an den Ausflügen und Aktionen teilnehmen möchte, wird für diese Zeit vom Unterricht befreit. Und wer schon einmal zusammen an der Kletterwand hing, wird sich auch auf dem „Berg" grün sein, so die Erfahrung der Veranstalter.
Die Aktionen in neutraler Umgebung schaffen ein gutes Klima. Auch die mitwirkenden Lehrer und Kursleiter sind von dem Konzept überzeugt und sind jedes Jahr engagiert dabei. Bis zu 500 Schülerinnen und Schüler sind im Schnitt mit dabei, wenn es zum Hallenfußball, Portraitzeichnen, Zirkus oder Judo geht. Die Projektangebote variieren von der Selbstverteidigung bis zum Erstellen von süßem Backwerk, vom Kanu fahren auf der Wupper bis zum gesunden „Alles rund ums Obst" -Projekt. Die Kids können sich im Speed Stacking beweisen oder eine online Zeitung auf dem Nordstadt-Portal erstellen, in der einige Projekte von den jungen Redakteuren begleitet werden.
Auch in diesem Jahr sind wieder die Grundschulen Marienstraße, Hombüchel, Markomannenstr und Nützenberg, die Hauptschule Gertrudenstraße, die Förderschulen Hufschmiedstraße und Peter-Härtling-Schule, die Realschulen Hermann von Helmholtz und Neue Friedrichstraße und die Else-Lasker-Schüler-Gesamtschule am Start. Die Organisation haben die Schulen und das Haus der Jugend Elberfeld übernommen, von dort werden auch Begleitpersonen und Räume zur Verfügung gestellt.