Der Kirchsaal ist die Heimat der anSTIFTung. Was sagen die Organisatoren der Veranstaltungsreihe zum Umbau?
Herr Ufermann, Herr Iussa – freuen Sie sich, dass die anSTIFTung bald in neuer Umgebung passieren wird?
iussa: Was für eine Frage! Der ehemalige Kirchsaal war unglaublich schwierig
zu bespielen! Der Raum war ein Stimmungstöter! Als wir mit der anStiftung anfingen,
sah der Kirchsaal unerträglich aus. Da war die Holzvertäfelung bis unter
die Decke gezogen und ein dunkles, riesiges Ölgemälde in düsterer Stimmung
bedeckte eine komplette Wand. Man dachte sofort an Tod und Richter.
ufermann: Schon damals haben wir einige Veränderungen vorgenommen,
um den Raum aufzuhellen und eine positive Stimmung überhaupt erst zu ermöglichen.
Wir sind sehr froh, dass jetzt eine grundlegende Neuplanung erfolgt ist.
Waren Sie an der Planung auch beteiligt?
ufermann: Ja, es gab immer wieder Treffen zwischen den Architektinnen,
Herrn Paul und mir. Da ich selbst Musik mache und viel Erfahrung in der Organisation
von Veranstaltungen habe, konnte ich vieles einbringen. Häufig sucht
irgendjemand ohne Fachwissen die Technik aus. Und dann müssen wir damit
leben. Das ist jetzt anders gelaufen.
iussa: Nach dem Umbau wird der Raum hoffentlich noch intensiver genutzt.
Ich kann mir gut vorstellen, dass ein heller, einladender Raum neue Nutzungsmöglichkeiten eröffnen wird.
Also dient der Umbau – ganz im Sinne der anSTIFTungs-Idee – der Verankerung des Lutherstifts in der Nordstadt?
beide: Unbedingt.
Interview :
'Hauspost'- Lutherstift Seniorenzentrum Elberfeld, April-Juni 2009