Freitag, 10 Februar, 2012 - 09:35

Paula = Männerfeind… oder doch Frauenfeind?

Es gibt Frauen, die sind einfach Frauen. Die kochen und haushalten, holen ihre Kinder von der Schule ab, haben täglich einen frischen Blumenstrauß auf dem Küchentisch und erwarten mit frisch gekochtem Essen ihren Ehemann ab 16 Uhr nach Dienstschluss zu Hause.
Dann gibt es Frauen, die leben alleine, selbstständig, meist in Ikea-eingerichteten Wohnungen, haben hier und da mal ein Krösken, manchmal auch einen Freund, verdienen sich ihren Lebensunterhalt mit Hilfe einer Festanstellung, kleinen Aushilfsjobs, und haben auch regelmäßig frische Blumen im Haus - oder zumindest viele Pflanzen. Manchmal geraten sie an ihre Grenzen, dann ist das eigene Leben ein Chaos. Und muss schnell geändert werden.Dann gibt es auch Frauen, die leben völlig unselbstständig, werfen sich an einen Hals eines Mannes, dann an einen nächsten Hals eines Mannes - wobei das immer Männer sind, die voll im Leben stehen -, wenn sie mal an den Falschen geraten, wird gejammert, geklagt, das eigene Leben für scheiße befunden. Diese Frauen leben ein vermeintlich total cooles und angesagtes Leben, sind hipp und immer ganz vorn dabei - aber sind einfach überlebensunfähig. Sie haben viele Pflanzen oder gar keine, weil das innenarchitektonisch total angesagt ist. Meist haben sie wöchentliche Friseurtermine oder Essstörungen.
Und dann gibt es Frauen, die sind einfach die Katastrophe. Wohnen bei Freunden, weil sie keine Wohnung finden, die ihren Ansprüchen gerecht wird, beschimpfen ihren Exfreund auf übelste Weise, halten sich nach außen hin super über Wasser, bei genauerem Hingucken fallen schnell die Mängel in ihrer Liquiditätsplanung auf, meist halten sich diese Frauen in total angesagten Kreisen auf, Clubs, Kneipen, wissen immer alles und reden überall mit. Kommen nur mit Männern klar, weil keine andere Frau in ihrem Dunstkreis existieren kann. Sie haben keine Pflanzen, weil ihnen dazu das Geld fehlt - außerdem ist das zu romantisch.
Ich kenne Frauen jeden Typs, jede davon ist noch mehr zu kategorisieren. Ich habe lange überlegt, aber ich habe endlich die Überschriften gefunden:
1: Die Haus- und Ehefrau
2: Die Single-Frau
3: Die 70-%-Frau
4: Die Mann-Frau
Manchmal wäre ich lieber ein Mann, dann hätte ich es viel einfacher:
Genervt sein, wenn die Freundin oder die zur-Zeit-gerade-erlaubte-Frau zu viel wird, Haus bauen und sich freuen, dass man seine Ruhe hat, arbeiten gehen und sich nicht darüber ärgern, dass das vielleicht der falsche Job sein könnte, Friseur - was ist das denn?, essen, wozu man Lust hat, und wenn es drei Mal am Tag ein McRib ist, rauchen und trinken und sich nicht fragen lassen, wie lange man das noch machen möchte, weil die Gebärfreudigkeit darunter leiden könnte, keine frischen Blumen im Haus, geschweige denn Pflanzen, viel zu pflegeintensiv, abends glücklich sein mit seinem geschafften Tagewerk und wenn´s mal Stress gibt, haut man einfach ab.
Sind Männer tatsächlich so einfach gestrickt?
Ich kann mir die Antwort selbst geben: Ja.
Bisher hat man mich zumindest noch nicht vom Gegenteil überzeugt.

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