Diskussionsveranstaltung über Sinn und Unsinn von Quartiershausmeistern.
13. Juli 19:30 Uhr Open-Air-Debatte auf dem Otto Böhne Platz in Wuppertal-Elberfeld
Seit dem 7. Mai läuft auf dem Ölberg ein sog. Quartiershausmeister rum. Wir wir einem WZ-Artikel entnommen haben, leisten sich "interessierte" HausbesitzerInnen aus der neuen Ölberg-Genossenschaft einen Handwerker, der auch Aufgaben außerhalb der eigenen Immobilien wahrnimmt. Diesen Anspruch auf öffentlichen Raum möchten wir öffentlich diskutieren!
Zur offenen Diskussionsrunde sind der Quartiershausmeister, die Mitglieder der Hausbesitzergenossenschaft, der Beratungsfirma Quaesttio, AktivistInnen von Basta-wuppertal.de und natürlich alle "interessierten" Menschen eingeladen. Der Freundeskreis 4 Woche reicht Getränke und stellt Tische und Stühle auf...
Übrigens ist die Quartiershausmeisterei ein finanziell gefördertes Projekt des NRW-Bauministeriums mit Modellprojekten in Wuppertal, Köln und Dortmund ist. (http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/Brunnenstrassen-Viertel-Es-lohnt-sich-zu-kaempfen-id631959.html)
Aus der Dortmunder Presse erfährt man ein bisschen genauer, welche Aufgaben solche Quartiershausmeister zumindest im Partnerprojekt Dortmund haben.In Dortmund soll der Quartiershausmeister gegen "Trinker", "Kleindealer" und "Müllverursacher" vorgehen und patroulliert mit dem Bezirkspolizisten durchs Quartier.
http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/nord-ost/Mehr-Ordnung-und-Saube...
Diese Dortmunder Variante lehnen wir kategorisch ab. Wir wollen daher wissen, ob auch der Ölberger Quartiershausmeister solche polizeilichen und "sozialarbeiterischen" Funktionen übernehmen soll. Und gegen welche Teile der Ölbergischen Bevölkerung er eingesetzt werden soll.
Für transparente Stadtteilarbeit! Der Ölberg ist für alle da!
Es grüßt der Freundeskreis 4 Woche
http://4woche.blogsport.de/2010/06/23/zur-quartireshausmeisterei/
Kommentare
Debatte
Wir haben die Einladung des Freundeskreis 4. Woche im Kreis der Ölberg eG verteilt und hoffen, dass viele zur Diskussion kommen.
Auch ohne Debatte können wir die Frage danach, ob der Ölberger Quartiershausmeister "polizeiliche oder 'sozialarbeiterische' Funktionen" übernehmen soll, auch hier schon beantworten: Nein, ausdrücklich! soll er das nicht. Genau wie ihr haben wir die "Dortmunder Variante" kategorisch abgelehnt. Er soll gegen niemanden eingesetzt werden, sondern sich darum kümmern, die Sauberkeit zu verbessern. In Dortmund haben die Quartiershausmeister eine Security-Ausbildung und sind zu zweit unterwegs. Hier kommt jemand 4 Stunden in der Woche und kümmert sich um ein paar Mülleimer, das ewig kaputte Wasserspielgerät, regt an, wo man größere Mülltonnen aufstellen kann, usw..
Und noch eine Richtigstellung: Die Förderung des Land NRW bestand darin, dass für 1 Jahr die Moderation des Hauseigentümer-Netzwerks bezahlt wurde. Dort wurde die Idee entwickelt und umgesetzt, eine Genossenschaft zu gründen. Die Zielsetzungen der Ölberg eG finden sich auch auf diesem Portal oder unter www.ölberg-eg.de. Wir haben jedenfalls sehr ernsthaft darüber nachgedacht, wie Verdrängungsprozessse verhindert werden können und die soziale Mischung auf dem Ölberg beibehalten werden kann. Ihr solltet öfter Andrej Holm lesen. Der kommt nämlich zum dem Schluss, dass solche Projekte genau die richtige Antwort darauf sind, wenn der Wohnungsmarkt immer mehr für die schnelle, rücksichtslose Rendite genutzt wird.
Quatsch ohne Soße
Mit was für einem Quatschthema beschäftigt ihr Euch da?
Mach doch lieber weiter Essen, das macht Spass und schmeckt.